Ginger Taffy - Rottweiler Kennel
Ginger Taffy
Rottweiler Kennel



Blog 4 oder Taffy und ihre ersten Ausbildungstage

Seit dem Samstag, den 13. September begann ich mit Taffy zur Hundeschule in Říčany-Strašín zu gehen. Ursprünglich wollte ich mit der Ausbildung schon vor den Ferien beginnen, es ist mir jedoch nicht eingefallen, dass im Sommer keine Kurse laufen. Ich wusste aber, dass es Zeit hat, weil ich mit Taffy zu Hause täglich trainiere und sie im September nur acht Monate alt war).

Die erste Stunde war bisschen chaotisch, es waren dort echt viele Leute mit Hunden verschiedenen Alters und auch unterschiedlich groß. Nach Bezahlung der Gebühr haben uns also die Instruktoren zunächst in Gruppen eingeteilt – gerade nach dem Alter und Größe der Hunde. In unserer Gruppe ist leider kein weiterer Rottweiler, es sind dort aber deutsche und belgische Schäferhunde, ein irischer Wolfshund, Setter, Griffon usw. Taffy war seit dem Moment, als sie aus dem Auto gesprungen ist, wie von der Kette los – und zwar buchstäblich... Ihre Begeisterung nahm kein Ende, zum Hundeplatz bin ich mit der Vorstellung gegangen, dass ich einen schon sehr gut erzogenen und disziplinierten Hund bringe:-), aber die Realität war ganz anders, Taffy hat unaufhörlich gezogen und wollte zu den anderen Hunden. Ich denke, dass es schon an dem ersten Tag auf dem Hundeplatz zu erkennen war, dass sie läufig wird, und das hat sich im Wesentlichen auf ihre anfängliche Undiszipliniertheit ausgewirkt. Man muss sagen, dass sie nicht allein war – viele Hunde haben vor Begeisterung über die Anwesenheit der Freunde getobt; es waren dort aber auch viele ängstlich wirkende Hunde – für alle ohne Unterschied ist daher das Zusammentreffen am Hundeplatz (und nicht nur dort, selbstverständlich) eine große Erfahrung.

Sobald die Übung begonnen hat, hat sich Taffy zum Glück beruhigt. Am Anfang haben wir das Kommen auf Zuruf geübt. Auch wenn es zu Hause und draußen bei unseren Spaziergängen kein Problem ist, wusste ich, dass ich in Anwesenheit anderer Hunde für Taffy nicht so interessant sein werde und dass sie vielleicht nicht gleich kommt. Zum Glück war Taffy nicht allzu ungehorsam, sie wollte zwar zunächst die anderen Hunde beschnüffeln, dann hat sie es sich jedoch anders überlegt und ist schön zu mir gekommen. Ich denke, dass sich nach ein paar Stunden Übung das Kommen auf Zuruf unter den übrigen Hunden beträchtlich verbessert hat. Neben dem „Komm“ haben wir natürlich klassisch begonnen – Bei-Fuss-Laufen, Bei-Fuss-Sitzen, Platz, Laufen über den Steg usw. Die Übung ist ziemlich gut; warum ich nicht sagen kann, dass sie ausgezeichnet ist, hat folgenden Grund: jede Lektion wird von einem anderen Instruktor geleitet, der nicht weiß, was wir letzte Stunde gemacht haben, was wir geschafft haben usw. So hat uns z.B. in den ersten drei Stunden jeder der Instruktoren erklärt, welche Leine und welchen Halsband wir auf dem Hundeplatz brauchen und ähnliches, was ganz sinnlos wiederholt wurde. Einmal ist sogar passiert, dass uns ein Instruktor etwas ganz gegensätzliches behauptet hat, als uns seine Kollegin in der vorherigen Stunde gesagt hat (es handelte sich darum, wie der abziehbarer Halsband angelegt werden soll, in welcher Richtung er abgezogen werden soll). Es wirft kein gutes Licht auf die Hundeschule, wovon man auch gesprochen hat.

Außer der Übung der grundsätzlichen Gehorsamkeit habe ich aber zweimal (bis jetzt hat es leider nicht öfter geklappt) den Kurs des Übungsleiters Vlastimil Kniha besucht. Wie ich später erfahren habe, hört man von ihm nur Lob – konkret davon, wie sehr gut er ist und wie er es mit den Hunden kann. Das alles habe ich jedoch die ersten zwei Stunden mit ihm nicht gewusst, ich bin zu ihm durch einen bloßen Zufall auf Empfehlung eines Herrn in der Hundeschule hin geraten. Nun kann ich aber nur zustimmen, Vlasta kann es einfach :-)

Die erste Stunde haben wir mit Taffy Verteidigung trainiert. Es hat uns beiden viel Spaß gemacht, Taffy hat sich gut anregen lassen und hat gerade das gemacht, was sie sollte. Vlasta hat sie viel gelobt, er will nur noch etwa zwei Monate warten, um nichts zu übereilen – bei diesen jungen Hunden muss man wegen der Zähne, Wirbelsäule usw. vorsichtig sein. Unser zweites Treffen waren Spuren. Darauf war ich durchaus neugierig, weil ich keine Ahnung hatte, wie man Spuren übt. Vlasta hat jedoch alles ganz deutlich erklärt, er vermag es, die Theorie mit guten Beispielen aus der Praxis zu bekräftigen. Es ist komisch, wie bei einigen Leuten auch schärfere Wörter nicht vulgär oder unangebracht wirken, wie viel es auf das Verhalten, Charisma der jeweiligen Person, auf das Thema und überhaupt auf den gesamten Kontext der Kommunikation ankommt (das wäre aber schon eine andere Disziplin als Kynologie, lassen wir uns lieber auf das Thema zurückkommen:-).

Die Übung der Verteidigung beginnen wir nächsten Monat, Spuren sollte ich zu Hause trainieren, ich muss aber gestehen, dass ich meinen Vorsatz, jeden Tag wenigstens etwas zu üben, leider nicht immer erfülle. Muss mich verbessern! :-)


TaffyTaffy 
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